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Veranstaltungen

Qualitätssicherungskonferenz Dekubitusprophylxe

150 Experten beraten auf Konferenz in Magdeburg

Qualitätssicherungskonferenz Dekubitusprophylxe

150 Experten beraten auf Konferenz in Magdeburg 

Am 21. Januar 2020 trafen sich in Magdeburg anlässlich der 6. Qualitätssicherungskonferenz Dekubitusprophylaxe über 150 Experten. Die Organisation erfolgte im Rahmen einer Gemeinschaftsveranstaltung der Projektgeschäftsstelle Qualitätssicherung bei der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, der Landesgeschäftsstellen Qualitätssicherung bei den Ärztekammern Brandenburg und Thüringen, des Qualitätsbüros bei der Krankenhausgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern e.V., der Qualitätsbüros Berlin und Bremen und der EQS-Hamburg Landesgeschäftsstelle Qualitätssicherung.

Die Qualität der Dekubitusprophylaxe gilt als exemplarisch für die Pflegequalität insgesamt. Das QS-Verfahren im Krankenhausbereich wurde im Jahr 2013 eingeführt. Der Erfahrungsaustausch zwischen Bundes- und Landesebene, Diskussionen zu Vorgaben des Gesetzgebers wie Personaluntergrenzen oder die Generalisierung der Pflegeausbildung und die Vorstellung neuer Erkenntnisse bildeten die thematischen Leitmotive dieser Konferenz. Aus dem Institut für Qualität und Transparenz im Gesundheitswesen (IQTIG) berichtete Frau Dr. Klakow-Franck als stellvertretene Institutsleiterin zu Auswirkungen politischer Entwicklungen auf QS-Verfahren in der Pflege.

Es wurde thematisiert, dass in Deutschland bis dato keine belastbare nationale Studie zum ursächlichen oder assoziativen Zusammenhang zwischen Pflegekapazität und Versorgungs- und Ergebnisqualität verfügbar ist. Die Übertragbarkeit internationaler Studien auf die Personalsituation und Ausstattung in deutschen Krankenhäusern wird als sehr begrenzt eingeschätzt, da insbesondere der Skill-Mix in internationalen Studien nicht mit Deutschland vergleichbar ist. Es besteht jedoch kein Grund anzunehmen, dass Pflegepersonalausstattungsmerkmale nicht auch in Deutschland mit diversen Outcomes der Versorgungs- und Ergebnisqualität assoziiert sind.

Somit ist als neue „alte“ Herausforderung die Beseitigung des Fachpersonalmangels verbunden mit einer Steigerung der Attraktivität der Pflegeberufe zu nennen. Nurse-to-Patient Ratios erscheinen sinnvoll, sind aber unter den gegebenen Rahmenbedingungen kaum umsetzbar. Bezüglich der Personaluntergrenzen wurde diskutiert, dass vorliegende Studien keine Ableitung evidenzbasierter Vorgaben für den Einsatz von Pflegepersonal ermöglichen.  Ebenfalls beraten wurde darüber, dass eine Anhebung des allgemeinen Pflegepersonalausstattungsniveaus im europäischen Vergleich unbedingt anzustreben ist. Es bedarf dazu anstatt starrer Vorgaben einer patientenorientierten Weiterentwicklung von Instrumenten zur Bemessung des Pflegepersonals.

Dem Wunsch nach stärkerer Einbindung des Expertenstandards Dekubitusprophylaxe mit dem übergreifenden Ziel der Verhinderung eines Dekubitus wurde fortführend mehrfach Ausdruck verliehen. 

Das QS-Verfahren Dekubitus ist das bislang einzige Verfahren, dass im Rahmen der gesetzlichen QS zur Pflege durchgeführt wird. Daneben existieren nach einhelliger Meinung von Referenten und Teilnehmern noch viele weitere Bereiche, die in die QS einbezogen werden sollten.

Die nächste Konferenz ist für 2022 geplant.

Die anlässlich der Konferenz gezeigten Präsentationen sind nachfolgend abrufbar: