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Gemeinsame Fortbildung von Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung

Selbstbestimmtes Lebensende durch Palliativversorgung

Pressemitteilung vom 23. Januar 2020

Magdeburg/Ärztekammer. Die Palliativmedizin gehört heute zum festen Bestandteil der ärztlichen Versorgung. Eine palliative, fachübergreifende ärztliche Betreuung ermöglicht ein weitgehend schmerzfreies Leben bis zum Tod. Menschen mit schweren Erkrankungen, bei denen eine Heilung nicht mehr möglich ist, können heute würdevoll zu Hause oder in einem Hospiz versorgt werden. In dieser Lebensphase steht nicht mehr die Lebensverlängerung, sondern der Erhalt einer guten Lebensqualität im Vordergrund, um dem Patienten ein würdevolles Sterben im Kreise seiner Angehörigen zu ermöglichen.

„Ein palliatives Betreuen erfordert eine interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Berufsgruppen unter Einbeziehung des sozialen Umfeldes. Im Zentrum steht der kranke Mensch mit seinen individuellen Wünschen und Bedürfnissen. Ebenso gehören seine Angehörigen und Nahestehenden ins Blickfeld, um die körperlichen, psychischen, sozialen und spirituellen Dimensionen für die Versorgung richtig erfassen zu können“, erklärt die Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Simone Heinemann-Meerz. Hintergrund ist eine anstehende gemeinsame Fortbildung der Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung Sachsen-Anhalt zum Thema: „Betrachtungen zum Lebensende – eine Gratwanderung für den Arzt und den Patienten?“

Die Fortbildung, die am 29. Januar 2020 in Magdeburg stattfindet, wendet sich an ambulant und stationär tätige Ärzte, die ihre Fähigkeiten in der palliativen Versorgung weiter entwickeln wollen. Die Ärztekammer hat bereits 276 Ärzte zu Palliativmedizinern weitergebildet. Das Hauptziel der palliativmedizinischen Betreuung ist die Verbesserung der Lebensqualität für die Patienten und deren Angehörigen (auch über die Sterbephase hinaus). In Vorträgen und Diskussionen werden die praktischen Erfahrungen der Spezialisierten Ambulanten Palliativversorgung (SAPV) bewertet. Im Anschluss werden klinische und ethische Herausforderungen diskutiert und die Indikationsstellung sowie Patientenselbstbestimmung am Lebensende beleuchtet. Eine Abschlussdiskussion rundet das Programm ab.

Die gemeinsame Fortbildung der Ärztekammer und Kassenärztlicher Vereinigung Sachsen-Anhalt findet am 29. Januar 2020 von 16:00 bis 19:30 Uhr im Haus der Heilberufe, Doctor-Eisenbart-Ring 2, 39120 Magdeburg statt. Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich und gern gesehen.