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Fazit der Ärztekammer nach 122. Deutschen Ärztetag

Ärztekammer zieht nach Ärztetag positive Bilanz

Pressemitteilung vom 5. Juni 2019

Magdeburg/Ärztekammer. Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt wertet den diesjährigen Deutschen Ärztetag insgesamt als Erfolg. In der heutigen Vorstandssitzung berichteten die entsendeten Delegierten, dass die Forderungen und Ideen aus Sachsen-Anhalt entschlossen vertreten und umgesetzt werden konnten. "Zum Schutz unserer Patienten haben wir uns auch auf Bundesebene erneut dafür stark gemacht, dass Ärzte, welche nicht aus EU-Staaten stammen, das dritte Staatsexamen ablegen, um in Deutschland eine Approbation zu erhalten", erklärt Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt.

Dabei nimmt die Kammerpräsidentin Bezug auf die erfolgreich eingebrachte Forderung nach einer bundesweit einheitlichen Prüfung für ausländische Ärzte aus Drittstaaten, analog dem dritten deutschen Staatsexamen. Zur Überprüfung des Ausbildungsstandes werden derzeit vornehmlich Zeugnisse herangezogen. Das Vertrauen auf deren Echtheit, Inhalt und korrekte Übersetzung birgt die Gefahr, dass Defizite verborgen bleiben.

Zudem konnte auch der in diesem Zusammenhang eingebrachte Vorschlag nach einem bundesweiten Register über nichtbestandene Kenntnisprüfungen erfolgreich eingebracht werden. Dieses soll den Austausch der Approbationsbehörden ermöglichen und so unerlaubte Mehrfachprüfungen verhindern.

Gedämpft wurde die positive Bilanz durch einen in diesem Kontext gefassten Beschluss. In seiner Ursprungsform enthielt dieser Beschluss die Aufforderung an die Bundesärztekammer, vom Gesetzgeber konkrete Maßnahmen einzufordern, die eine Ableistung des dritten Staatsexamen im Rahmen der Gleichwertigkeitsprüfung "zwingend" voraussetzt. In einer zweiten Lesung wurde der gefasste Beschluss aufgeweicht und das dritte Staatsexamen nur noch "grundsätzlich gefordert". "Auf den ersten Blick wurde nur das Wort zwingend in grundsätzlich geändert. Doch im Ergebnis ist hier – offenbar auf Initiative des Bundesvorstandes des Marburger Bundes – die Forderung zur bloßen Absichtserklärung verkommen. Wie dies mit den Qualitätsansprüchen des Bundes vereinbar ist, erschließt sich mir nicht", so die Kammerpräsidentin.