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Gemeinsame Fortbildung von Ärzte- und Zahnärztekammer sowie Kassenärztlicher Vereinigung

Gerinnungshemmende Medikamente und Operation: Eine besondere Herausforderung

Pressemitteilung vom 1. Juni 2018

Magdeburg/Ärztekammer. Im Rahmen der ersten Herzwoche (4. bis 10. Juni 2018) des Landes Sachsen-Anhalt lädt die Ärzte- und Zahnärztekammer sowie Kassenärztliche Vereinigung Sachsen-Anhalt zur fachübergreifenden Fortbildung zum Schwerpunktthema: „Herzerkrankung und diagnostischer Eingriff“ ein. „Herzkranke Patienten müssen viele Medikamente einnehmen. Dabei sind häufig auch Mittel, die die Blutgerinnung beeinflussen. Steht dann eine Operation an, muss besonders genau geschaut werden, wie die Arzneimittel auf das Blutungsverhalten wirken. Egal ob eine Vorsorgeuntersuchung, notwendige Operation oder Zahnbehandlung ansteht: Gerinnungshemmende Medikamente beeinflussen das Blutungsverhalten der Patienten. Daher widmen wir unsere gemeinsame Fortbildung diesem besonderen Thema anlässlich der Herzwoche“, erklärt Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Das Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, die Deutsche Herzstiftung und viele Akteure und Institutionen aus dem Gesundheitswesen in Sachsen-Anhalt arbeiten während dieser Woche eng zusammen, um über Herzerkrankungen aufzuklären.

Dr. Dirk Franke, niedergelassener Internist, Angiologe und Hämostaseologe referiert über operative Besonderheiten bei der Einnahme von Medikamenten, welche die Blutgerinnung beeinflussen. Sein Thema: „Gerinnungshemmende Medikamente bei diagnostischen Eingriffen“.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden Patienten, die täglich mehr als drei Arzneimittel einnehmen müssen. Das betrifft vor allem Ältere. Was einerseits der Gesundheit dienen soll, kann andererseits zu unerwünschten Nebenwirkungen und zu neuen Problemen führen. So neigen manche Patienten unter der Einnahme von bestimmten Medikamenten zu Mundtrockenheit. Dieser reduzierte Speichelfluss ist ein Schrittmacher für Karies. „Die durch die Einnahme von Medikamenten entstehenden Zahnprobleme sieht der behandelnde Arzt nicht ohne weiteres. Darum müssen wir Wirkung und Wechselwirkung kennen und abwägen. Gerade bei älteren Menschen sind die noch vorhandenen Zähne nur mit größerem Aufwand und erhöhtem Komplikationsrisiko zu erhalten. Darum ist eine interdisziplinäre Zusammenarbeit heute wichtiger denn je“, erklärt die Präsidentin.

Der Vortrag „Zahnmedizin und Medizin –
was sind wichtige Gesichtspunkte bei der gemeinsamen Behandlung?“ von Prof. Christian Gernhardt, stellvertretender Direktor der Universitätspoliklinik für Zahnerhaltungskunde und Parodontologie der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg gibt einen Einblick in die Probleme aus Sicht der Zahnmedizin. Schnittpunkte sowie Möglichkeiten und Chancen einer interdisziplinären Zusammenarbeit sollen erörtert werden.

Die gemeinsame Fortbildung findet am 6. Juni 2018 von 16.00 bis 19:00 Uhr in der Heidemensa, Theodor-Lieser-Straße 7, 06120 Halle/Saale statt. Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich und gern gesehen.