Systemprüfung fehlgeschlagen!
Diese Website verwendet JavaScript.
In Ihrem Browser ist dies nicht aktiviert.
Oder es kam zu einem Fehler in der Verarbeitung.
In diesem Fall aktualisieren Sie ihren Browser, um die Seite neu zu laden.

Ein Blick zurück

Es scheint so etwas wie ein Naturgesetz zu sein: Am Ende ist noch jede Menge Arbeit übrig, aber nur noch wenig Zeit. Ganz ähnlich verhielt sich das auch beim Deutschen Ärztetag in Mainz: Dutzende Anträge wurden zur weiteren Bearbeitung an den Vorstand überwiesen, ehe am Freitag, 10. Mai, gegen 16 Uhr Dr. Klaus Reinhardt als Präsident der Bundesärztekammer, den viertägigen Sitzungsmarathon beschloss. „Kommen Sie gut nach Hause.“ Auch an diesem letzten Tag wurde viel diskutiert und beraten, abgestimmt und verabschiedet. Und endlich konnte auch unser Delegierter und Vize-Präsident der Ärztekammer, Thomas Dörrer, den wichtigen Antrag auf „Verpflichtende ambulante Weiterbildungszeit im Fachgebiet der Kinder- und Jugendmedizin“ vorstellen und dafür argumentieren. Dass er von der Ärzteschaft an den Vorstand verwiesen wurde, wertete Thomas Dörrer als gutes Zeichen, weil „wir dadurch die ambulante Pädiatrie weiter stärken“. Es sei wichtig, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Ja, an diesem letzten Tag, kam noch mal allerlei aufs Tapet und die parlamentarische Debatte noch einmal richtig in Fahrt, die der Chef der Bundesärztekammer,
Dr. Klaus Reinhardt souverän zu moderieren verstand. Selbst als eine junge Ärztin aufgeregt ans Podium stürmte, obwohl sie keine Berechtigung hatte, behielt er doch Ruhe und Überblick. Wie gesagt: Hier wurde mit Leidenschaft und teils harten Bandagen gekämpft, doch fair und mit Respekt. Mit breiter Zustimmung sprachen sich die Delegierten etwa gegen die „Doppelte Facharztschiene“ aus.  Länger brauchte das Thema „Schwangerschaftsabbruch“. Der errungene Kompromiss: Es zu einem Schwerpunktthema des kommenden Ärztetage 2025 in Leipzig zu machen.

Aus der Sicht Sachsen-Anhalts verlief der Ärztetag für all unsere Beschlussanträge erfolgreich. Drei Anträge wurden nach Abstimmung im Plenum angenommen: Die Aufforderung, digitale Anwendungen der gematik effizienter und vor allem sicherer zu gestalten, eine erhöhte Zahl von Medizin-Studienplätzen geeignet zu finanzieren sowie die Arzneimittelversorgung sicherzustellen. An den Vorstand wurden unsere drei anderen Themen überwiesen. Dies kommt einem Arbeitsauftrag gleich. Neben dem von Thomas Dörrer vorgestellten Antrag sind das noch folgende: Die angemessene Vergütung von ärztlicher Befund- und Gutachtertätigkeit sowie der Appell, bei der Organspende doch auf die Widerspruchslösung zu setzen.

Einen freundlichen Schlusspunkt setzte die Bewerbung der Stadt Hannover für den 130. Deutschen Ärztetag – die mit überwältigender Mehrheit angenommen wurde. Er findet vom 12. Bis 15. Mai 2026 statt. Einen zusammenfassenden Bericht vom 128. Deutschen Ärztetag inklusive der wichtigsten Beschlüsse, Debatten und Signale lesen Sie im kommenden Juni-Ärzteblatt.