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Mittwoch

8. Mai 2024

Und wieder regnet es in Mainz. Die Demonstranten vor der Rheingoldhalle störte das am Dienstagmorgen nicht. An die hundert Vertreter verschiedener Berufsverbände machten ihrem Frust Luft. „Versorgung bedroht – Patienten in Not“ so das sorgengeschwängerte Motto der Anwesenden mit Blick auf Lauterbachs Pläne. Dass der Bundesminister sich angesagt hatte, war vor allem bei den Kontrollen für die Pressevertreter zu bemerken: Sondereingang, Taschenkontrollen und ein für Laien spektakulärer Equipment-Check durch den fünfjährigen Polizeihund Nero. Die Reden zur Eröffnung wurden schließlich bei allem Ernst der Themen doch zumeist moderat und versöhnlich und hin und wieder mit einem Augenzwinkern vorgetragen. Ausgezeichnet: Mit Prof. Hans Lippert wurde eine von drei Ärzte-Persönlichkeiten mit der Paracelsus-Medaille geehrt. Der ehemalige Direktor der medizinischen Fakultät der Uni Magdeburg hat in unserer Landeshauptstadt tiefe Spuren hinterlassen. So war der Transplantationsexperte an der Aufdeckung und Aufarbeitung des Organspendeskandals von 2012 maßgeblich beteiligt. Ja, und dann also Lauterbach: Er wirkte nicht gar so angriffslustig, bat um Hilfe der versammelten Ärzteschaft bei seinen Reformplänen, erntete manchmal verhaltenen Beifall, aber auch Buhrufe. Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt forderte unterdessen einen ständigen „Gesundheitsgipfel“ im Kanzleramt. Was dann aber doch alle eint, ist die Einsicht, dass sich etwas ändern muss. Und: Das Bekenntnis zu Demokratie und Vielfalt, zu Humanismus und Pluralität. Dies war an diesem Tag gleich mehrfach und sehr deutlich Thema. Gut so. Nie wieder ist jetzt.

Heute geht es dann so richtig ans Eingemachte: Unter anderem werden die ersten Anträge aus Sachsen-Anhalt verhandelt. Unsere sieben Delegierten sind bereit. Übrigens: Es ist endlich freundliches Wetter angesagt. Wenn da kein gutes Omen ist!