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Dienstag

7. Mai 2024

In dieser Woche ist Mainz wohl Deutschlands größtes Gesundheitszentrum: 250 Ärztinnen und Ärzte (und wohl noch ein paar mehr) sind zu ihrer Jahrestagung in der Hauptstadt von Rheinland-Pfalz zusammengekommen. Über der Rheingoldhalle, dem Tagungsort, wehen bereits am Sonntag die Fahnen der Bundesärztekammer. Dabei wird der 128. Deutsche Ärztetag erst am heutigen Dienstag eröffnet.

Doch schon gestern, am Montagmittag, war die junge Ärzteschaft beim Dialogforum gefragt. Thema: „Ärztliche Weiterbildung - Wunsch und Wirklichkeit“. Im wohl spannendsten Teil bekamen Weiterzubildende die Möglichkeit, einmal darzulegen, wo denn der Schuh drückt. Die jungen Ärztinnen und Ärzte nutzen nach einigen Grußworten und Impulsvorträgen ihre Chance rege. Bald war klar: Da drückt einiges! Zu wenig Struktur, zu wenig Flexibilität innerhalb der Weiterbildung. Auch oft schwierige Verhältnisse zu Weiterbildungsbefugten wurden beklagt. Ein anderes Thema: Das Berufsverbot für schwangere Ärztinnen, das zur Untätigkeit zwinge. Keine Kitas, die reale Arbeitszeiten auffange und somit Teilzeit geradezu erzwingen usw.. Viel Musik steckt darin, viel Potenzial zur Verbesserung. An diesem Nachmittag zeigte sich: Es gibt eine junge, kluge und engagierte Ärzteschaft mit Leidenschaft für den Beruf. Und so gehen einige konstruktive Impulse aus diesem Dialogforum heraus, welche mitgenommen werden können für den Ärztetag.

Der wird heute eröffnet. Es heißt, sich rechtzeitig auf den Weg zu machen: Es sind Demos verschiedener Verbände vor der Rheingoldhalle angekündigt – gegen die Politik von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach. Er wird zu einem Grußwort in Mainz erwartet. Die 10. Empfehlung der Regierungskommission zur sektorübergreifenden Krankenhausversorgung hat noch kurz zuvor für reichlich Wirbel gesorgt. Viele Ärzte lehnen den Vorschlag ab, weil er die ambulante fachärztliche Versorgung in Frage stellen könnte.

Ab 14 Uhr geht es dann zügig weiter mit Aussprache zur Rede des Präsidenten und zum Leitantrag. Es gibt wahrlich einiges zu tun. Und es herrscht Redebedarf.

Hoffentlich hat dann auch der Regen etwas nachgelassen, ein wenig Sonne und Licht täte wohl manchem gut…