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Reaktion der Ärztekammer Sachsen-Anhalt auf Karlsruher Urteil:

Ortspräferenz darf keinesfalls in den Hintergrund geraten

Pressemitteilung vom 19. Dezember 2017

Magdeburg/Ärztekammer. Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt hat sich in ihrer vergangenen Kammerversammlung vom 04.11.2017 intensiv mit der Frage der zukünftigen Ausgestaltung des Medizinstudiums auseinandergesetzt. Dies mündete im beiliegenden Eckpunktepapier, indem u. a. festgehalten wurde, dass in den Auswahlverfahren neben den Schulnoten auch berufsrelevante und soziale Kompetenzen des Studienbewerbers berücksichtigt werden müssen. Die Ärzte des Landes begrüßen daher das Urteil. Beide Universitäten im Land benötigen für diese Auswahlverfahren Rechtssicherheit. Durch das Urteil wird der Gesetzgeber aufgefordert, einen rechtlichen Rahmen für die Auswahlverfahren zu schaffen. Die Zukunft wird zeigen, ob dies gelingt.

Dr. Simone Heinemann-Meerz, Präsidentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt zum Spruch aus Karlsruhe: "Für die Zukunft der ärztlichen Versorgung in Sachsen-Anhalt bedauern wir jedoch die im Urteil dargestellten verfassungsmäßigen Bedenken gegen die Ortspräferenz als Auswahlkriterium. Die Entscheidung für den Studienstandort in Halle oder Magdeburg war ein nicht zu verachtender Indikator dafür, ob die Studienbewerber später als Mediziner im Bundesland tätig werden. Hier sollte das Urteil ein Weckruf an die Landespolitik sein, sich bei der Gestaltung der zukünftigen Rahmenregelungen nachdrücklich einzubringen."