Pressemitteilung vom 16.06.2006
Magdeburg/Ärztekammer. "Ich bin froh, dass sich der monatelange Tarifkonflikt nun endlich aufgelöst hat und sich beide Seiten auf eine offensichtlich vertretbare Lösung einigen konnten. Durch die Einigung können nun die notwendigen Schritte zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Krankenversorgung, in der Forschung und in der Lehre eingeleitet werden", erklärt der Vizepräsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Friedrich-Wilhelm Onnasch.
Das der bislang längste Arbeitskampf der Ärzte nach mehr als drei Monaten voraussichtlich in Kürze beendet werden kann, ist ein wichtiges Signal für die gesamte Ärzteschaft. Denn das gibt auch den niedergelassenen Ärzten Hoffnung. "Wenn jetzt eine angemessene Bezahlung bei den Klinikärzten erreicht wird, dann sollte die niedergelassene Ärzteschaft in ihren Protesten nicht nachlassen und auch weiterhin gegenüber der Politik ihren Unmut deutlich machen. Der Streik der Universitäts-Klinikärzte hat gezeigt, dass Lösungen möglich sind. Daher sollten die Ärzte in kommunalen Krankenhäusern und die Kassenärzte jetzt
ihre Forderungen nach einer angemessenen Vergütung von ärztlichen Leistungen wieder deutlich einfordern und den Druck auf Politik und Kassen erhöhen", so Friedrich-Wilhelm Onnasch.
Bei Fragen steht Ihnen Katrin Pohl, Pressereferentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, gern zur Verfügung. Tel.: 0391 - 60 54 78 20.