Pressemitteilung vom 11. Juli 2006
Magdeburg/Ärztekammer. Der Vizepräsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Friedrich-Wilhelm Onnasch, schließt sich dem Streik der Klinikärzte in Sachsen-Anhalt solidarisch an. Der Marburger Bund plant am Donnerstag, 13. Juli 2006, in Halle eine Streikaktion. "Die Landesärztekammer unterstütze jetzt die Klinikärzte genauso wie zuvor die Universitätsärzte und die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen. Es kann nicht sein, dass Ärzte weiterhin für gesundheitspolitische Fehlentscheidungen und gesundheitspolitisches Missmanagement in Kommunen gerade stehen, indem sie miserable und Patienten gefährdende Arbeitsbedingungen auch zukünftig hinnehmen", erklärt Dr. Friedrich-Wilhelm Onnasch.
Dass hohe Leistungsbereitschaft und Engagement in der Versorgung von Patienten auch angemessen bezahlt werden müssen, sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. "Tatsächlich jedoch leisten Krankenhausärztinnen und -ärzte nach wie vor unbezahlte Überstunden und subventionieren damit in erheblichem Umfang das Gesundheitssystem. Auch dass die ostdeutschen Ärzte noch immer weniger verdienen als ihre westdeutschen Kollegen halten wir für eine Diskriminierung der ostdeutschen Ärzte, die unbedingt aufgehoben werden muss", so Dr. Onnasch. Außerdem betonte Onnasch, dass es bei den Streiks keineswegs um
maßlose Gehaltsforderungen gehe, sondern um den Anspruch auf die gerechte Bezahlung geleisteter Arbeit. Und die sei in Ost und West gleich.
Für Rückfragen steht Ihnen Katrin Pohl, Pressereferentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, gern zur Verfügung. Tel.: 0391 - 60 54 78 20.