Presse

Vor der Kammerversammlung:

Ärzte blicken in unsichere Zukunft - Praxissterben und Staatsmedizin nicht auszuschließen

Pressemitteilung vom 03. November 2006

Magdeburg/Ärztekammer. Auf der am Sonnabend, 04. November 2006, um 9.00 Uhr stattfindenden Kammerversammlung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt werden sich die Kammermitglieder mit der Gesundheitsreform auseinander setzen. "Das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz in seiner jetzt vorliegenden Form ebnet den direkten Weg in die Staatsmedizin. Die ambulante Versorgungsvielfalt wird ausgedünnt, was eindeutig zu Lasten der Patienten geht. Gerade in den ländlichen Gebieten wird es zu einer Verschlechterung der Patientenversorgung kommen und zwar im ambulanten wie auch stationären Bereich", blickt der Vizepräsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Friedrich-Wilhelm Onnasch, in eine unsichere Versorgungszukunft.

"Leider löse auch diese Gesundheitsreform keines der anstehenden Probleme. Denn statt der versprochenen Stärkung eines sinnvollen Wettbewerbs und einer angemessenen Vergütung für ärztliche Leistungen wird die Unterfinanzierung zementiert. Und die Budgetierung verharrt auf einem Niveau, das schon heute nachweislich um ein Drittel zu niedrig liegt. Diese Unterdeckung kann nie mehr aufgeholt werden", so der Allgemeinmediziner Dr. Onnasch.

Wie viele Arztpraxen prognostisch in die Pleite gehen, kann zurzeit nicht gesagt werden. Aber die, die überleben, müssen Kosten sparen. Sie könnten keine Investitionen in medizinische Geräte tätigen und müssen Praxispersonal entlassen. Es droht eine Altersarmut von Ärzten und vor allem - Leistungskürzungen bei den Patienten.

Dr. Onnasch blickt voraus und fragt: "Gibt es mit der versprochenen Euro-Gebührenordnung ab 2009 eine Aussicht auf Besserung? Nein! Denn sie steht unter einem Kreuzfeuerbeschuss aus mannigfaltigen Budgetierungsmaßnahmen. Die Forderungen der niedergelassenen Ärzte waren jedoch: Für eine gleiche medizinische Leistung die gleiche Vergütung innerhalb Deutschlands unter Berücksichtigung regionaler Besonderheiten; die Abschaffung der Budgets, Kalkulationssicherheit sowie klare und transparente Regelungen. Diese Forderungen wurden nicht berücksichtigt.
So bleiben die Qualität im deutschen Gesundheitswesen auf der Strecke und damit leider auch die Patienten."

Wir freuen uns, Sie zur Kammerversammlung

am Sonnabend, 04. November 2006, um 9.00 Uhr

im Haus der Heilberufe, Doctor-Eisenbart-Ring 2,

39120 Magdeburg,

Tel.: 0391 - 60 54 78 20

begrüßen zu können.

RSS Newsfeed abonnieren  |  Was ist ein RSS Newsfeed?

Pressesprecher

Ass. jur. Tobias Brehme
Ärztekammer Sachsen-Anhalt
Doctor-Eisenbart-Ring 2
39120 Magdeburg
Tel.: (03 91) 60 54-71 20
Fax: (03 91) 60 54-71 21

E-Mail: presse@aeksa.de

Pressekontakt

Z TEAM COMMUNICATIONS
Z PRESS
Katrin Pohl
Kaiser-Otto-Ring 11
39106 Magdeburg
Tel.: (03 91) 60 54-78 20
Fax: (03 91) 81 11 22 3

E-Mail: katrin.pohl@aeksa.de

Redaktionskontakt

Redaktion Ärzteblatt Sachsen-Anhalt

Cornelia Wagner
Tel.: (03 91) 60 54-78 00

Heidemarie Engelhardt
Tel.: (03 91) 60 54-78 10

Fax: (03 91) 60 54-78 50
E-Mail: redaktion@aeksa.de

Ärzteblatt Sachsen-Anhalt
Hier gelangen Sie auf die Internetseite des offiziellen Mitteilungsblattes der Ärztekammer Sachsen-Anhalt.

Zum Ärzteblatt...

© 2010 Ärztekammer Sachsen-Anhalt - Körperschaft des öffentlichen Rechts
Disclaimer | Datenschutz

 

Ärztekammer Sachsen-Anhalt
Doctor-Eisenbart-Ring 2 | 39120 Magdeburg
Telefon +49 (0)391 60 54 6 | Fax +49 (0)391 60 54 7000 | E-Mail info@aeksa.de