Blutübertragungen - Wie sicher sind sie?
Pressemitteilung vom 16. November 2006
Magdeburg/Ärztekammer. Anstehende Blutübertragungen verursachen bei manchen Patienten eine Gänsehaut. Die Notwendigkeit der Übertragung wird eingesehen, aber bange Fragen begleiten den Prozess. Häufige Fragen sind: Ist das zu übertragende Blut auch zweifelsfrei geprüft? Kann ich mich mit diesem Blut wirklich nicht mit HIV oder anderen Krankheiten infizieren?
Um den Patienten Ängste nehmen zu können, wurde der Qualitätsstandard beim verantwortungsvollen Umgang mit Blut und Blutprodukten zum Schutz der Patienten erhöht. Jetzt müssen Kliniken und ambulante Einrichtungen, die mehr als 50 Behandlungen mit Blutprodukten pro Jahr vornehmen, laut Transfusionsgesetz, einen Qualitätsbeauftragten Hämotherapie benennen.
Um Ärzten diese Qualifikation zu ermöglichen, führt die Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt ein Seminar "Qualitätsbeauftragte/r Hämotherapie" lt. Curriculum der Bundesärztekammer durch. Diese insgesamt 40-Stunden Fortbildung endet am 18. November 2006 mit einer Prüfung. "Wir sind zuversichtlich, dass die 20 TeilnehmerInnen die Prüfung bestehen werden. Sie erhalten mit der Absolvierung des Seminars die Voraussetzung für die Tätigkeit als
Qualitätsbeauftragter, um im Sinne der Richtlinien der Hämotherapie für Sicherheit und Qualität in den Einrichtungen der Krankenversorgung im stationären oder im ambulanten Bereich zu sorgen", erklärt Dr. Friedrich-Wilhelm Onnasch.
Der 2. Teil des Fortbildungsseminars "Qualitätsbeauftragte/r Hämotherapie" findet am
Freitag und Sonnabend, 17./18. November 2006, von 9.00 Uhr bis 17.00 Uhr
im Haus der Heilberufe, Doctor- Eisenbart- Ring 2,
39120 Magdeburg,
statt.
Medienvertreter, die vom Seminar berichten möchten, können sich vorab mit dem Abteilungsleiter der Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer, Peter Jonzeck, Tel.: 0391 - 60547700, abstimmen.