Pressemitteilung vom 28.03.2007
Magdeburg/Ärztekammer. Am Sonntag, 1. April 2007, tritt die lang diskutierte Gesundheitsreform, das GKV-Wettbewerbsstärkungsgesetz, in Kraft. Dieses Gesetz wurde gegen den Willen zahlreicher Experten
verabschiedet, muss nun aber umgesetzt werden. Die Ärzteschaft wird sich bemühen, damit konstruktiv umzugehen.
Der Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Henning Friebel erklärt: "Wir sind nach wie vor der Meinung, dass es sich bei dieser Gesundheitsreform um kein gelungenes Werk handelt. Wir stellen uns der Aufgabe. Aber wir legen die Finger in die Wunden, wo wir als Ärzteschaft Verschlechterungen in der Gesundheitsversorgung erkennen. Diese müssen nicht sofort sichtbar sein. Jedoch könnten mit der Zeit Tendenzen auftreten, die nicht hinzunehmen sind."
Die Ärztekammer wird aber genau beobachten, welche indirekten Auswirkungen sich aus dem Gesetz ergeben. "Dabei denke ich an Absprachen zwischen Gesundheitsorganisationen untereinander, die dann das eigentliche Ziel, den Wettbewerb zu fördern, aushebeln. Welche Kartelle sich dann bilden, bleibt abzuwarten. Sie dürfen jedoch nicht die Patienten und Ärzte zu normativem Verhalten zwingen", so Dr. Friebel.