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Grippeviren rote Karte zeigen. Aufruf zur Grippeschutzimpfung!

Ärztekammer-Mitarbeiter sind bereits geschützt

Pressemitteilung vom 11.09.2007

Magdeburg/Ärztekammer. Mitarbeiter der Ärztekammer Sachsen-Anhalt trauten sich schon. Sie haben sich gegen die Grippe impfen lassen. "Die beste Impfzeit ist von September bis November. Je früher desto besser, denn man kann nicht in einen bestehenden oder abklingenden Infekt impfen. Das schon eintretende nasskalte Wetter befördert diese Erkältungskrankheiten. Und nur eine Grippeimpfung kann dem Angriff der Grippeviren die rote Karte zeigen", erklärt Sachsen-Anhalts Ärztekammer-Präsident Dr. Henning Friebel. Dr. Friebel rät daher dringend, sich jetzt gegen die Virusgrippe impfen zu lassen. Die Impfung muss in jedem Herbst aufs Neue wiederholt werden. Die biologische Zusammensetzung der Viren ändert sich ständig und unser Immunsystem ist auf die neuen Grippeviren nicht vorbereitet. Besonders gefährdet sind Personen mit chronischen Grundleiden. Dazu gehören Lungenkrankheiten wie Asthma oder Bronchitis; Herzkrankheiten mit Neigung zur Herzinsuffizienz; Nierenleiden; Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und andere Stoffwechselerkrankungen; Anämien (Mangel an roten Blutkörperchen); angeborene und erworbene Immundefekte und Patienten mit Organtransplantationen oder bestimmten Tumorleiden.

Besonders auch Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen wie Asthma oder Bronchitis gehören zu den Risikogruppen. Säuglinge können bereits ab dem 7. Lebensmonat immunisiert werden. Weiterhin wird allen Bürgern über 60 Jahren die Impfung nahe gelegt, da bei ihnen die körpereigene Abwehr häufig eingeschränkt ist. Bei allen diesen gefährdeten Personen kommt es im Falle einer Virusgrippe häufig zu Komplikationen im Krankheitsverlauf, etwa zu Lungenentzündungen, die auch tödlich verlaufen können.

Darüber hinaus wird die Grippeschutzimpfung auch für Personen empfohlen, die im Beruf einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind oder diese Infektion auf andere übertragen können, z.B. medizinisches Personal, Feuerwehr, Polizei, Lehrkräfte. Auch wer häufig Kontakt zu größeren Gruppen von Menschen hat (etwa Personen in Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr), sollte zur Impfung gehen.

Die Ärzteschaft in Sachsen-Anhalt ist auf die kommende Grippeschutzimpfung gut vorbereitet. Genügend Impfstoff wurde bestellt. Die Impfung erfolgt hauptsächlich durch Haus- und Kinderärzte. "Es kann keinen besseren Schutz vor dieser lebensbedrohlichen Krankheit geben als ein kleiner Pieks jetzt im Frühherbst", rät der Ärztekammer-Präsident.

Bei Fragen steht Ihnen Katrin Pohl, Pressereferentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, gern zur Verfügung. Tel.: 0391 - 60 54 78 20.

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