Gründliche Sauberkeit schützt vor Noro-Virus
Pressemitteilung vom 26. November 2007
Magdeburg/Ärztekammer. "Eine Ansteckung mit dem Noro-Virus kann vermieden werden, wenn Sie gründliche Sauberkeit walten lassen. Da das Noro-Virus durch Schmierinfektion übertragen wird, hilft das mehrmalige tägliche Hände waschen! Und unbedingt
nach jedem Toilettengang die Hände gründlich mit Seife reinigen", rät Dr. Henning Friebel, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Hintergrund ist, dass laut Robert-Koch-Institut (RKI) in Sachsen-Anhalt vermehrt schwere Magen- und Darminfektionen durch
das Verbreiten des Noro-Virus auftreten. In diesem Jahr wurden aus Sachsen-Anhalt bereits 5.877 Erkrankungsfälle dem Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldet. Schon über 50 Prozent (3.817 Fälle 2006) mehr als im vergangenen Jahr.
Wer mit vielen Menschen gemeinsam in Bussen und Bahnen unterwegs ist, sollte nach der Ankunft ebenfalls seine Hände mit Seife waschen. Und wer am Tag viele Hände schüttelt und/oder Türgriffe anfasst, sollte auch oft seine Hände reinigen. Von Vorteil ist
es, große Buffets zu meiden. Denn die von vielen Gästen gemeinsam genutzten Vorlegebestecke können Übertragungsträger sein. Daher ist es ratsam, hier neues Besteck zu verwenden.
Das Magen-Darm-Virus ist sehr aggressiv. Es führt zu plötzlich beginnendem Erbrechen und schwerem Durchfall, der bis zu drei Tage anhält. Die Krankheit kann besonders für kleine Kinder und ältere Menschen gefährlich sein, denn durch die Brech-Durchfälle
trocknet der Körper aus. "Wichtig ist es deshalb, viel zu trinken, auch wenn es schwer fallen sollte, vor allem für Kinder. Nur so kann ein Krankenhausaufenthalt vielleicht vermieden werden", empfiehlt Dr. Friedrich-Wilhelm Onnasch, Allgemeinmediziner und Mitglied
der Ärztekammer.
In Haushalten, in denen Erkrankte sind, hat ebenfalls die Hygiene oberste Priorität, um weitere Familienmitglieder zu schützen. So sollten Toiletten, Waschbecken, die Türgriffe und andere Flächen in der Nähe des Patienten desinfiziert werden. Nicht vergessen werden dürfen die Wäsche und die Bettwäsche des Kranken. Sie sollten immer bei Temperaturen über 60 Grad gewaschen werden, damit das Virus abstirbt.
Die behandelnden Ärztinnen und Ärzte stehen zudem im Krankheitsfall immer hilfreich zur Seite.