Ärzte des Landes bilden verstärkt aus
Pressemitteilung vom 14. Dezember 2007
Magdeburg/Ärztekammer. Das diesjährige Ausbildungsjahr ist für angehende Medizinische Fachangestellte (früher Arzthelferin) sehr positiv verlaufen. "Nach einem historischen Tiefstand im vergangenen Jahr mit nur 129 Ausbildungsverträgen konnten
wir in diesem Jahr 199 Jugendlichen und jungen Leuten - davon sieben Männer - zu einem Berufsausbildungsvertrag verhelfen. Das ist eine Steigerung von 70 Verträgen oder 54%", freut sich Dr. Henning Friebel, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt über die hohe Zahl neuer Ausbildungsverträge. Zugleich betonte er: "Durch das Schaffen zahlreicher Ausbildungsstellen nimmt die Ärzteschaft unseres Landes ihre Funktion als Arbeitgeber auf dem Gebiet der Förderung des Nachwuchses sehr ernst." Die
Ärztekammer ist laut Berufsbildungsgesetz zuständig für die Ausbildung von Medizinischen Fachangestellten.
Bei einer dreijährigen Ausbildung sind so etwa 450 Auszubildende insgesamt in den Praxen beschäftigt. Bei etwa 3.200 Arztpraxen in Sachsen-Anhalt hat demnach statistisch gesehen jede 7. Arztpraxis eine Ausbildungsstelle geschaffen. Dr. Friebel: "Im Bemühen
um eine berufliche Zukunft junger Leute übernehmen hier unsere Ärztinnen und Ärzte eine große Verantwortung."
Bei der Vermittlung der ausgebildeten Medizinischen Fachangestellten unterstützt die Ärztekammer. Zwar versuchen es Diejenigen, die bisher noch keine geeignete Stelle in einer Arztpraxis gefunden haben, zunächst über die Arbeitsagentur. "Manchmal kann die
Ärztekammer helfen. Wenn niedergelassene Ärzte für ihre Praxen Medizinische Fachangestellte suchen, können sie natürlich bei uns nachfragen und wir benennen ihnen gern unsere gut ausgebildeten Absolventinnen", so der Präsident.