Pressemitteilung vom 17.04.2008
Magdeburg/Ärztekammer. Verantwortliche Mitarbeiter der Ärztekammer, des Ministeriums für Gesundheit und Soziales und der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt sowie zahlreiche Vertreter von Krankenhäusern fahren vom 21. bis 23. April 2008 nach Österreich zur Jobbörse. In Österreich gibt es zahlreiche Studenten der Humanmedizin, die am Ende ihres Studium stehen, jedoch noch keine "ius practicandi", eine Art Berufserlaubnis besitzen, da sie auf einen Platz, entweder für eine 3jährige Turnuszeit (danach
Tätigkeit als Allgemeinmediziner) oder für eine 5jährige Weiterbildungszeit zum Facharzt, warten müssen.
"Wir wollen junge Absolventen der Österreichischen Universitäten Innsbruck, Graz und Wien mit entsprechenden Stellenangeboten nach Sachsen-Anhalt "locken". Die österreichischen Absolventen könnten in Deutschland ihre Ausbildung und ggf. auch die Weiterbildung zu Ende führen. Die gesetzlichen Grundlagen dafür wurden geschaffen. Der Einsatz wäre für beide Seiten gewinnbringend", erklärt Dr. med. Rüdiger Schöning, ärztlicher Geschäftsführer der Ärztekammer Sachsen-Anhalt.
Das haben auch zahlreiche Krankenhäuser erkannt, die sich auf der Jobbörse präsentieren. "Die Chancen dürften nicht schlecht stehen, dass wir den einen oder anderen Absolventen, aber auch den einen oder anderen Facharzt nach Sachsen-Anhalt holen, gibt es doch bei uns hervorragend ausgerüstete Krankenhäuser mit offenen Weiterbildungsstellen", so der Geschäftsführer. Die lokalen Vorbereitungen der Jobbörse liegen in der Hand der Österreichischen Ärztekammer und der Unternehmensberatung "doc and doc". Das Interesse ist groß. So haben sich in Innsbruck bereits 236, in Graz 110 und in Wien 130 Studenten zur Jobbörse angemeldet. "Das ist eine deutliche Steigerung im Vergleich zu den zwei zuvor stattgefundenen Jobbörsen", weiß Dr. Rüdiger Schöning.