Presse

Ärztlicher Umgang mit der Patientenverfügung

Ärztekammer Sachsen-Anhalt zu Recht und Ethik in der Medizin

Pressemitteilung vom 27.03.2008

Magdeburg/Ärztekammer. Die Möglichkeiten der modernen Medizin werden von den Patienten dankbar angenommen, denn es ermöglicht ein Weiterleben sowie eine bessere Lebensqualität. Einige Patienten sehen jedoch in der Anwendung moderner Therapieverfahren in bestimmten Situationen für sich keinen Sinn mehr, z.B. bei sehr hohem Alter oder unheilbarer zum Tode führender Krankheit. Sie möchten den spontanen Krankheitsverlauf. Dieser soll durch ärztlich begleitende Maßnahmen unterstützt werden, so dass ein sterben in Ruhe möglich ist. Deshalb fragen diese Patienten nach ihren Möglichkeiten, Behandlungswünsche für Situationen fehlender Kommunikationsfähigkeit festzulegen. Für den Fall, dass sich Patienten selbst krankheitsbedingt nicht mehr adäquat mitteilen können, gibt es zwei Möglichkeiten der Vorausbestimmung der dann gewünschten medizinischen Behandlung. Diese sind die Vorsorgevollmacht und die Patientenverfügung.

Im Rahmen der Fortbildungsreihe "Recht und Ethik in der Medizin" veranstaltet die Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt eine Fortbildung für Ärzte zum Thema "Medizinrechtliche Probleme am Ende des Lebens - Die Patientenverfügung".

Diese findet am
Sonnabend, 05. April 2008, von 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr
im Haus der Heilberufe, Doctor-Eisenbart-Ring 2,
39120 Magdeburg
statt.

"Angesichts des offenkundigen Bedarfs sowohl von Seiten der betroffenen Patienten als auch von Seiten der Ärzteschaft an einer praktischen Hilfestellung soll diese Fortbildungsveranstaltung eine Orientierung im Umgang mit Patientenverfügungen geben. Insbesondere sollen praxisrelevante Beispiele erörtert und diskutiert werden. Daher haben wir Juristen sowie Mediziner eingeladen, die über rechtliche Grundlagen, klinische Problemfälle und Tipps zur Handhabung der Patientenverfügung berichten", erklärt Sachsen-Anhalts Ärztekammer-Präsident Dr. Henning Friebel.

Medienvertreter, die von der Fortbildung berichten möchten, können sich vorab mit dem Leiter der Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer, Peter Jonzeck, Tel.: (03 91) 60 54 - 77 00, abstimmen.

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