Magdeburg/Ärztekammer. Wie sicher sind persönliche Daten? Viele Verstöße im ereich einer ärztlichen Praxis basieren auf Unkenntnis, Sorglosigkeit und Nachlässigkeit. Berichte über nicht auffindbare Patientenakten, offenen Computerbildschirmen in
Arztpraxen, Eröffnungen von Diagnosen im Beisein anderer Patienten oder unzulässige Datenübermittlungen an Arbeitgeber bzw. Versicherungen zeigen, dass im Alltag immer wieder Pannen passieren.
Pressemitteilung vom 16.01.2008
Magdeburg/Ärztekammer. Wie sicher sind persönliche Daten? Viele Verstöße im ereich einer ärztlichen Praxis basieren auf Unkenntnis, Sorglosigkeit und Nachlässigkeit. Berichte über nicht auffindbare Patientenakten, offenen Computerbildschirmen in
Arztpraxen, Eröffnungen von Diagnosen im Beisein anderer Patienten oder unzulässige Datenübermittlungen an Arbeitgeber bzw. Versicherungen zeigen, dass im Alltag immer wieder Pannen passieren.
"Für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Arzt und Patient ist der verantwortungsvolle Umgang mit den persönlichen Daten des Patienten entscheidend. Hippokrates bezeichnete die Wahrung des Patientengeheimnisses als "heilige Pflicht" und
noch heute verpflichten sich Mediziner durch den hippokratischen Eid zur Verschwiegenheit", erklärt Dr. Henning Friebel, Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt. Grund für diese Erläuterungen ist eine Fortbildung der Akademie für medizinische
Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer Sachsen-Anhalt für Ärzte und Praxispersonal am Mittwoch, 23. Januar 2008, von 15 bis 20 Uhr im Haus der Heilberufe, Doctor-Eisenbart-Ring 2, 39120 Magdeburg.
So wie sich Verstöße gegen den Datenschutz negativ auf den wirtschaftlichen Erfolg einer Arztpraxis auswirken können, lässt sich umgekehrt die Beachtung des Patientengeheimnisses als Wettbewerbsvorteil nutzen. "Denn Patienten sehen Diskretion
als einen Ausschlag gebenden Faktor dafür an, ob sie Vertrauen zu ihrem Arzt entwickeln und die Praxis weiter empfehlen. Eine erfolgreiche Behandlung basiert auf dem Vertrauen der Patienten", erklärt Dr. Friebel.
Ziel der Fortbildung ist es, Ärzte und Praxispersonal hinsichtlich der Wahrung des Patientengeheimnisses zu sensibilisieren, Verbesserungen beim Datenschutz zu bewirken und letztendlich das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzten und Patienten zu
vertiefen. "Wir wollen praktikable Antworten auf die Fragen nach dem Schutz des Patientengeheimnisses im Praxisalltag geben, damit persönliche Daten in der Praxis auch in Zukunft in sicheren Händen sind", so der Präsident.
Bei Fragen steht Ihnen Katrin Pohl, Pressereferentin der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, gern zur Verfügung. Tel.: 0391 - 60 54 78 20.