Pressemitteilung vom 03.09.2008
Magdeburg/Ärztekammer. Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt begrüßt die neue Honorarvereinbarung für die niedergelassenen Kollegen. "In den vergangenen Jahren sind rund ein Drittel der erbrachten ärztlichen Leistungen nicht bezahlt worden. Daher sind die beschlossenen Honorarsteigerungen ein wichtiger Schritt, um den Arztberuf wieder attraktiv zu machen", erklärt der Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Henning Friebel.
Friebel beklagt allerdings, dass von diesen Honorarsteigerungen die Krankenhäuser unberührt bleiben. "Die Budgetierung der Krankenhäuser bleibt bestehen. Der Investitionsstau an den Kliniken kann nicht abgebaut werden, weil die Kliniken über keine wirtschaftlichen Reserven verfügen", nennt Dr. Friebel Gründe, warum es am 25. September 2008 in Berlin zu Protestaktionen unter dem Motto: "Gegend das Ausbluten der Krankenhäuser" kommen wird. "Man darf den Erfolg der niedergelassenen Kollegen nicht auch als Erfolg für die angestellten Krankenhausärzte verbuchen. Den Krankenhäusern wurde ein Sanierungsbeitrag auferlegt, obwohl bei den Budgets gespart wird. Ebenfalls fehlt den Kliniken ein Ausgleich für steigende Energie-, Sach- und Personalkosten. Daher steht ihnen das Wasser bis zum Hals", so Dr. Henning Friebel.