Pressemitteilung vom 08.11.2008
Magdeburg/Ärztekammer. Seit Jahrzehnten wird in Deutschland der Versuch gemacht, das Gesundheitswesen zu reformieren. Noch immer aber hat das Gesundheitswesen einen Patientenstatus, denn es ist schwer krank. Heilungsversuche scheinen unmöglich.
Der Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Henning Friebel, schildert in seiner Rede zur Kammerversammlung am 8. November 2008 die fatalen Bedingungen, unter denen Ärzte, egal ob angestellt oder niedergelassen, arbeiten müssen. Die berufliche Freiheit ist quasi in ein Korsett gezwängt. Vor diesem Hintergrund muss es Aufgabe sein, Klarheit in den Köpfen von Ärzten, Patienten und Versicherten herzustellen, das Kind beim Namen zu nennen.
Fortschritt in der Medizin, den es in gewaltigem Ausmaß gibt, bedingt höhere Kosten. Das Aufkommen aus den Krankenversicherungsbeiträgen reicht nicht mehr aus, so dass Rationierung die Folge ist. Daher ist ein steuerfinanzierter Beitrag unumgänglich. Er fließt in den Gesundheitsfonds mit ein. Für Sachsen-Anhalt verspricht sich der Präsident ein Mittelzufluss zur Absicherung der Kosten im stationären und ambulanten Bereich.