Pressemitteilung vom 02.09.2009
Magdeburg/Ärztekammer. "Vor dem Hintergrund der bestehenden Grippe-Pandemie der
"Neuen Influenza H1N1" ist es wichtig, sich jetzt rechtzeitig gegen die immer wiederkehrende
saisonale Grippe impfen zu lassen. Daher sind unsere Mitarbeiter in der Ärztekammer
bereits weitgehend von unserem Betriebsarzt geimpft worden", erklärt Sachsen-
Anhalts Ärztekammer-Präsident Dr. Henning Friebel.
Die Impfung muss in jedem Herbst aufs Neue wiederholt werden. Die Aggressivität der Viren ändert sich ständig und unser Immunsystem ist auf die Variabilität nicht vorbereitet.
Besonders gefährdet sind Personen mit chronischen Grundleiden. Dazu gehören Lungenkrankheiten wie Asthma oder Bronchitis; Herzkrankheiten mit Neigung zur Herzinsuffizienz; Nierenleiden; Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und andere Stoffwechselerkrankungen; Anämien (Mangel an roten Blutkörperchen); angeborene und erworbene Immundefekte und Patienten mit Organtransplantationen oder bestimmten Tumorleiden. Auch alle Schwangeren sollten sich durch ihre behandelnde Ärztin/ihren behandelnden Arzt beraten lassen.
Besonders Kinder mit chronischen Atemwegserkrankungen gehören
zu den Risikogruppen. Säuglinge können bereits ab dem 7. Lebensmonat immunisiert
werden. Weiterhin wird allen Bürgern über 60 Jahren die Impfung nahe gelegt, da bei ihnen
die körpereigene Abwehr häufig eingeschränkt ist. Bei allen diesen gefährdeten Personen
kommt es im Falle einer Virusgrippe häufig zu Komplikationen im Krankheitsverlauf,
etwa zu Lungenentzündungen, die auch tödlich verlaufen können.
Darüber hinaus wird die Grippeschutzimpfung auch für Personen empfohlen, die im Beruf
einer erhöhten Infektionsgefahr ausgesetzt sind oder diese Infektion auf andere übertragen
können, z.B. medizinisches Personal, Feuerwehr, Polizei, Lehrkräfte. Auch wer häufig
Kontakt zu größeren Gruppen von Menschen hat (etwa Personen in Einrichtungen mit viel
Publikumsverkehr), sollte zur Impfung gehen.
Die Ärzteschaft in Sachsen-Anhalt ist auf die kommende Grippeschutzimpfung gut vorbereitet.
Genügend Impfstoff wurde bestellt und ist seit rund drei Wochen in den Arztpraxen
vorrätig. Die Impfung erfolgt hauptsächlich durch niedergelassene Ärzte. "Es kann keinen
besseren Schutz vor dieser lebensbedrohlichen Krankheit geben als ein kleiner Piks jetzt
im Spätsommer", rät der Ärztekammer-Präsident.