Presse

18. Fortbildungstag der Ärztekammer Sachsen-Anhalt in Magdeburg

Neue Wege zur Patientensicherheit

Pressemitteilung vom 17.09.2009

Magdeburg/Ärztekammer. Eine erfolgreiche Behandlung wünschen sich Patienten und Ärzte. "Hohe Qualität und Sicherheit in der Medizin lassen sich jedoch nur erhalten, wenn jeder konsequent versucht, aus vermeidbaren Fehlern, Schäden und Beinahe-Schäden zu lernen. Dazu gehört in erster Linie, dass solche Ereignisse in einer offenen Diskussion stattfinden. Es muss darüber gesprochen oder zumindest anonym berichtet werden, um Schwachstellen aufzudecken und wirksame Strategien der Risiko- und Fehlerprophylaxe entwickeln zu können", erklärt der Präsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Henning Friebel im Vorfeld des 18. Fortbildungstages der Ärztekammer.

Bei der Erfassung dieser kritischen Ereignisse geht es nicht um Fehler- oder Schuldzuweisung, es geht einzig und allein darum, die Sicherheit des Patienten im Rahmen der medizinischen Behandlung zu erhöhen. "Wir müssen über das Risikomanagement zu einer Fehlerkultur kommen, die es uns ermöglicht, mit kritischen Ereignissen sachlich umzugehen und die entsprechenden Konsequenzen zu ziehen", so der Präsident.

Behandlungsfehler entstehen beispielsweise durch ungenügende Kommunikation der an der medizinischen Behandlung Beteiligter. Aber auch Infektionsübertragungen durch ungenügende Händedesinfektionen, Verwechslungen bei anstehenden Operationen, bei der Operation zurückgelassene Gegenstände, falsche oder nicht korrekt dosierte Medikamente usw. führen immer wieder zu Schlichtungs- oder auch Gerichtsverfahren.

"Der Umgang mit Fehlern ist nicht einfach, fordert er doch Selbstreflexion sowie ein Umdenken und Ändern von eingefahrenen Strukturen, Prozessen oder auch persönlichen Handlungsweisen.

Die Luftfahrt hat es vorgemacht. Durch ein ausgeklügeltes System der Auswertung eingetretener Schadensfälle und systematischer Aufarbeitung von Beinahe-Fehlern können Unfälle mit meist fatalen Folgen minimiert werden. Die Schweiz hat ein landesweites System der Erfassung von Beinahe-Fehlern aufgebaut, welches nun als einheitliches Meldesystem von kritischen Ereignissen zur Verfügung steht.

In Deutschland hat sich das Nationale Aktionsbündnis Patientensicherheit mit dem Ziel gegründet, Gefahren für den Patienten bei medizinischer Behandlung zu minimieren. 2004 ging ein anonymes Fehlerberichtssystem für Hausarztpraxen am Lehrstuhl für Allgemeinmedizin der Goethe-Universität Frankfurt online. Anfang 2009 wurde in Bonn das erste Institut für Patientensicherheit ins Leben gerufen.
"Auf unserem 18. Fortbildungstag am 26.09.2009 wollen wir gemeinsam über dieses aktuelle Thema diskutieren und bereits gesammelte Erfahrungen austauschen", ergänzt Dr. Friebel. Die Veranstaltung findet ab 9.30 Uhr in Magdeburg, im Haus der Heilberufe, statt.

Bei Fragen steht Ihnen der Leiter der Akademie für medizinische Fort- und Weiterbildung der Ärztekammer, Peter Jonzeck, Tel.: (03 91) 60 54-77 00 gern zur Verfügung.

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