Pressemitteilung vom 24. November 2011
Magdeburg/Ärztekammer. Hygiene und Infektionsschutz sind für die Genesung von Patienten besonders wichtig, weshalb das Thema verstärkt in den zentralen öffentlichen Fokus gerückt ist. Nachdem der Bundesrat das Gesetz zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes gebilligt hat, sind nun alle Bundesländer verpflichtet, bis zum 31. März 2012 Verordnungen zur Infektionshygiene und zur Prävention von resistenten Krankheitserregern in medizinischen Einrichtungen zu erlassen.
Der Hygienekongress 2011 im Deutschen Hygiene-Museum Dresden am 2. und 3. Dezember 2011 setzt sich in einer großen Bandbreite mit neuesten Entwicklungen auf dem Gebiet des Infektionsschutzes auseinander. "Für uns als Mediziner ist erfreulich,
dass wir länderübergreifend einen Hygienekongress veranstalten, um uns auf diesem Gebiet intensiv auszutauschen. Nur so kann schnell und wirksam mehr für den Infektionsschutz getan werden, was der Patientensicherheit zugute kommt", glaubt der Vizepräsident der Ärztekammer Sachsen-Anhalt, Dr. Lutz Lindemann-Sperfeld. Die Landesärztekammern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern sowie die Krankenhausgesellschaften Sachsen und Brandenburg sind die gemeinsamen Veranstalter und betonen: "Der Schutz vor Infektionen ist eine Gemeinschaftsaufgabe aller Akteure im
Gesundheits- und Sozialwesen!"
Neben den neuen Vorschriften zum Infektionsschutz beschäftigt sich der mitteldeutsche Kongress in verschiedenen Foren mit:
der Krankenhaushygiene, der Überwachung medizinischer Einrichtungen durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst, den aktuellen Aspekten der Hygiene in Schulen und Kindergärten und dem Rückblick und der gegenwärtige Situation bei HIV/AIDS.
Flankiert werden diese Fachforen durch eine Podiumsdiskussion mit gesundheitspolitischen Sprechern der Parteien.
In einem zusätzlichen Forum für Patienten und interessierte Bürger sollen praxisnahe Themen behandelt werden wie:
Infektionsschutz und Hygiene im Alltag, Auswertung der EHEC-Infektionen in Sachsen, MRSA-Infektionen, Heimaufsicht und mikrobiologische Kontamination von Trinkwasserspendern.
Der Hygienekongress 2011 richtet sich an Ärzte und Pflegekräfte aus den ambulanten und stationären Bereichen, Medizinische Fachangestellte, Vertreter von Gesundheitsbehörden, Krankenkassenvertreter sowie allen Interessierten der Heilberufe, Patienten und interessierte Bürger.