Über die Qualität der ärztlichen Weiterbildung wird - nicht nur in Sachsen-Anhalt - viel diskutiert. Der Tenor der Meinungen geht dabei eher von schlechten Voraussetzungen aus, als das positive Aspekte überwiegen würden. Befragungen aus anderen Bundesländern, die in den letzten Jahren durchgeführt wurden zeigten, dass vor allem bei den Weiterbildungsassistenten eine deutliche Unzufriedenheit herrscht. Hinzu kommt, dass die Zeit der Weiterbildung zunehmend dafür verantwortlich gemacht wird, dass junge Ärztinnen und Ärzte aus der Patientenversorgung aussteigen. Eine häufig gestellte Frage: "Ist es der Alltag in den Krankenhäusern oder sind es die Weiterbildungsbedingungen an sich, die dazu führen?" Der sich verschärfende Mangel an fachärztlichem Nachwuchs, vor allem im hausärztlichen Bereich, bei weitem aber nicht nur dort, verstärkt unser Anliegen, hier dringend dagegen etwas zu tun.
Verlässliche Daten über die Qualität der ärztlichen Weiterbildung und über Gründe und den Grad der Unzufriedenheit junger Ärztinnen und Ärzte liegen derzeit nicht vor.
Zur Klärung dieser Fragen hat sich die Ärztekammer Sachsen-Anhalt einem deutschlandweiten Projekt zur Evaluation der Weiterbildung angeschlossen, welches durch die Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) wissenschaftlich begleitet wird.
Die Ergebnisse der Online-Befragung zur Evaluation der Weiterbildung sowie der Länderrapport für die Ärztekammer Sachsen-Anhalt liegen jetzt vor und können unter Länderrapport eingesehen werden.
Die individuellen Befugtenberichte können ab 22. März 2010 im Web-Portal abgerufen werden.